Erste Woche Costumhouse – Gelato for free!!!

Überglücklich kam ich vor 3 Tagen im Customhouse in Nelson, Neuseeland an (Zum Blogeintrag).
Es war Wochenende und das Hostel war wegen des großen Festivals in der Stadt komplett ausgebucht. Marcus, der Hostelbesitzer, hat damit schon gerechnet und im Voraus weniger Betten auf den Onlineplattformen angeboten.
,,Ich kenne doch die Backpacker, die kommen planlos in diese Stadt, wissen nichts von dem Festival und den ausgebuchten Zimmern und denken, dass sie spontan noch ein Bett bekommen. Ich bin einfach gerne für die hilfesuchenden Backpacker da und denke etwas im Voraus für sie mit…”
Und genau so hatte ich Marcus in Erinnerung! Als ich 2013, am Anfang meines Work&Travel Jahres, das erste mal hier im Customhouse ankam, hatte ich absolut kein Geld mehr und brauchte dringend einen Job. Ich wusste nicht wie ich das Hostel ohne Job bezahlen sollte und schnell einen Job zu finden war hier im Sommer Glückssache. Zwar gibt es hier in der Gegend viel Farmarbeit, doch Neuseeland war gerade zu dieser Jahreszeit voll mit Backpackern, die alle ihr Reisebudget aufbessern wollten.

Arbeit auf der Gemüsefarm 2013

Marcus nahm mich jedoch herzlich auf, ich durfte mich um das Hostel kümmern und sparte somit die Ausgaben für Unterkunft währenddessen ich nach einem bezahlten Job ausschau hielt. Auch bei der Jobsuche unterstütze mich Marcus tatkräftig und kontaktierte einige Farmer in der Umgebung.
Nach zwei wunderschönen Wochen des Wartens und Hostelputzens, was wirklich eher wie ein Urlaub war, hatte ich dann einen Job als “Apple Thinner” gefunden.

Danach arbeitete ich noch ein paar Wochen auf einer Gemüsefarm in der Nähe, somit verbrachte ich 4 Monate im Costumhouse. All die Backpacker wuchsen in der Zeit zu einer großen Hostelfamilie zusammen. Wir verbrachten Weihnachten und Neujahr zusammen, feierten regelmäßig am Wochenende nach der schweren Farmarbeit und erkundeten bezaubernde Strände und Hölen in der Umgebung. Es war ein wundervolles Leben.

Und nun war ich wieder in diesem Hostel angekommen. Nur diesmal ohne meine Hostelfamilie von 2013. Ich hatte wirklich etwas Angst, diese unglaublich schönen Erinnerungen zu zerstören, wenn ich wieder hier zurückkehre. Natürlich machen die Menschen auch einen Ort aus und tragen zu der Atmospähre und dem Wohlempfinden bei.

Doch was soll ich sagen, auch dieses Mal fühlte ich mich hier auf Anhieb wohl und Zuhause. Auch wenn durch das Festival noch viel Trubel hier im Hostel war und sich niemand wirklich kannte, fand ich schnell Anschluss und schon am zweiten Tag organisierten wir ein internationales Dinner. So lernten wir uns alle schnell gut kennen.

Auch Marcus, war genau so hilfsbereit geblieben wie ich ihn in Erinnerung hatte. Nachdem ich ihm erzählte, dass ich einige zwei Monate im Hostel wohnen möchte und ein Praktikum in der Stadt absolviere, bot er mir an, im wieder etwas bei der Leitung des Hostels zu helfen und somit meine Kosten für die Unterkunft zu sparen. Dieses Angebot nahm ich natürlich sehr gerne an und leitete gleich von Beginn an das Putzteam des Hostels, spang ab und an beim Check-in ein und half bei weiteren organisatorischen Dingen. Arbeit war das für mich nicht wirklich. Das Hostel ist in meinem Herzen mein Zuhause, hier liebe ich es mich um alles zu kümmern und freue mich wenn ich glückliche Leute um mich habe.

Nach drei Tagen war auch das Festival zu Ende und der Trubel im Hostel beruhigte sich. Nun waren statt den 50 Menschen nur noch an die 20 Backpacker im Hostel, welche von denen ein Großteil hier arbeiteten oder nach einem Job suchten und “Long-Term” im Hostel waren.

Hostelfamilie Frühstück 2020

Schnell wuchsen wir zusammen und ich freundete mich sehr gut mit den zwei Italienern, Luca und Andrew, an. Sie beide arbeiten in einem italienischen Eisgeschäft in der Stadt und waren für die Gelatoproduktion verantwortlich. Fantastisch für uns, da das ganze Hostel kostenlose Lieferungen von Gelato bekam. Wie für Italiener üblich, lieben sie Essen und kochten tagtäglich köstliche Gerichte. Sehr oft wurde ich eingeladen und genoss die traditionelle italienische Küche in Neuseeland.

Tag für Tag wurde ich jedoch nervöser. Das Praktikum würde in zwei Tagen beginnen. Freude und Anspannung sammelten sich zunehmen in mir an…

Published by Steffi Storz

Naturwissenschaftlerin, Sportlerin und Gründerin von BikingNature

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