Biking New Zealand

Es ist unglaublich wie schnell die Zeit vergeht! Es kommt mir wie gestern vor, als ich total aufgeregt mit meinem großen blauen Rucksack in das Hostel eincheckte…. Nun verbleiben mir noch 2 kurze Tage meines Praktikums und dann habe ich dieses Kapitel abgeschlossen. Ich habe jeden einzelnen Tag so genossen, viel gelernt und viel gelacht!

Sonnenaufgang in Nelson

Sehr gerne würde ich mein Praktikum auch verlängern, doch leider kann ich dort kein Geld verdienen. Mein finanzielles Polster wird mit der Zeit doch etwas kleiner, so habe ich mich entschlossen das Praktikum wie vorgesehen nach 4 Wochen zu beenden und als eine wundervoll lehrreiche Zeit in meinem Gedächtnis abzuspeichern!

Entspannen im Hostelbett

Da diese Woche hier an zwei Public Holidays sind, verbleiben mir in meiner letzten Woche leider nur 3 Tage an denen ich zur Arbeit gehen kann. Auf der einen Seite freu ich mich natürlich um die freie Zeit die ich nun habe um die Umgebung zu erkunden. Auf der anderen Seite habe ich große Lust jeden Tag zur Arbeit zu gehen. Ich fühle mich dort sehr gebraucht und erfüllt wenn ich einen Kollegen unter die Arme greifen kann.

Hostel leben Costumhouse

Auch hier im Hostel fühle ich mich sehr gebraucht und geh total in meiner Arbeit auf! Auch wenn mit der Zeit immer mehr Leute in das Hostel kamen und es zunehmend voller wurde, bin ich doch sehr sehr gerne hier und suche dann meine ruhigen Minuten in der Natur bei einem kleinen Morning-Run oder Mountainbike Tour in den umliegenden Wäldern.

Am Strand 15 Minuten vom Hostel entfernt

Am Wochenende habe ich mir verdient eine längere und anstrengendere Mountainbike tour gegönnt. Nelson hat über 150 ausgewiesene Mountainbike Trails. Für jeden ist hier etwas dabei! Von den entspannten Grade 1 Touren für die ganze Familie bis hin zu den extremen Vollprofi Grade 5 Touren.

Natürlich musste ich wieder meine Grenzen testen und konnte es nicht lassen mich an einen 5 Grade Trail zu wagen. Zumindest wollte ich ihn mir mal anschauen, dachte ich 🙂

Aussicht vom Trail

Zunächst ging es am kristallklaren Fluss entlang durch das traumhaft grüne Maitai Valley. Ich stärkte mich mit ein paar Brommbeeren welche es zu Genüge überall am Wegrand gab. Sie waren unheimlich köstlich und ich genoss ihre süße und fühlte mich sehr gestärkt für den kommenden Anstieg! Oben angekommen fühlte wie ich doch sehr aufgeregt und nervös war. Angst? Nein Angst wollte ich nicht aufkommen lassen. Viel mehr habe ich mir in letzter Zeit angewöhnt das Gefühl der aufkommenden Angst nicht einfach hinzunehmen! Ich wollte mit dieser Angst arbeiten. Ich trainierte immer wenn diese Angst in mir hoch kam (meist während irgendwelchen Outdoor Aktivitäten) sie zu nehmen und mich nicht von ihr schwächen oder hindern zu lassen. Stattdessen versuchte ich sie jedes Mal in positive Energie der Aufregeung umzuwandeln und sie so für mich und nicht gegen mich zu nutzen.

Oben angekommen 🙂

So auch oben auf dem Berg! Ich atmete tief durch, setze mich aufs Bike und fuhr los! Die Bremsen quietschten, der Boden war schrecklich trocken und es staubte wie verrückt! Ich fuhr um die Kurve sah nur noch einen steilen ausgetrockneten Waldabhang vor mir und stürzte los. Meine Reifen waren schon ziemlich abgefahren, Grip hatte ich wirklich nicht! Nur nicht bremsen dachte ich, das hätte auch theoretisch so geklappt, wäre der Baum, der immer schneller auf mich zukam, nicht gewesen. Ich versuchte jetzt doch zu bremsen, um nicht mit Vollgas auf dem Baum zu landen! Innerhalb von Sekunden lag ich auf dem Boden und rutschte schön auf dem rauen Waldboden hinunter.

Zumindest haben sie ein Schild aufgestellt:)

Naja zumindest stoppte mich der Baum 🙂 Zum Stehen gekommen verschnaufte ich kurz, klopfte den Staub ab und schwang mich wieder aufs Bike! Aufgeben gibt’s nicht! Jetzt erst recht dachte ich mir und brachte den Trail ” Deadly Viper” hinter mich. Unten angekommen war ich vollgepumpt mit Adrenalin und nahm erstmal ein Bad im kühlen Fluss. Was ein Trail! Was ein Tag!

Published by Steffi Storz

Naturwissenschaftlerin, Sportlerin und Gründerin von BikingNature

2 thoughts on “Biking New Zealand

  1. hi steffi. deine Postkarte ist heute angekommen.danke.ich freu mich mit dir ,dass du so eine tolle zeit hast.im Blockhaus wird dein tolles unbeschwertes laecheln vermisst.hab weiterhin eine aufregendes leben. ganz dicke grüsse. stephan

    Liked by 1 person

    1. Hallo Stephan:) so schön von dir zu hören! Freut mich sehr dass die Karte angekommen ist!
      Oh ja ich vermisse das Blockhaus und euch auch sehr… dauert wahrscheinlich noch etwas bis ich zurück komme… Bin jetzt in Australien, hab hier einen Job für ein paar Wochen bekommen. Werde ab jetzt auch wieder mehr im Blog schreiben wo ich genau bin und was ich genau mache 🙂
      Ganz viele liebe Grüße an alle im Blockhaus die mich kennen! Bouldert fleißig für mich mit!

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